3. Trierer Bierfestival Bier geht ab!

Zum dritten Male nun rief Kraft-Bräu zum Trierer Bierfestival. Und das Thema zieht immer mehr. Ca. 2.600 Gäste, nochmal mehr als letztes Jahr, pilgerten in den Blesius Garten, um die etwa 100 verschiedenen Biere zu verkosten. Bekannte Größen der Szene (KUEHN KUNZ ROSEN, Von Freude, etc) , die Brauereien der Region (Petrusbräu, Zils, Craftwerk) brachten ihre eigenen Biere zur Verkostung mit. Bei Humulus & Fermentum, der Trierer Kultkneipe Zapotex und am Kraft Beer Corner konnte man darüber hinaus noch mehr aus der weiten Welt der nationalen und internationalen Craftbiere entdecken.

wurde schnell sehr viel voller
so leer sah es nur ganz am Anfang aus – Foto: AF

Größte positive Überaschung: Biermanufaktur Sander aus Worms. Neben seinen bekannten Klassikern präsentierte Uli Sander zwei Sauerbiere. Was außerhalb Deutschlands DER Trend der Zeit ist, ist in Deutschland bisher nur ein sehr kleines Thema. Das eine, das Imperial Porter Barrique, war sogar schon Freitagabend des zweitägigen Festivals leer getrunken. Wer hätte das gedacht? Und die Saure Susi sorgte sogar bei Craftbierneulingen für Neugierde. Respekt für den Mut von Sander, auch auf Sauerbier zu setzen. Seine Begründung denkbar logisch: Säure ist auch im Wein ein Geschmacksträger. Was bei Wein funktioniert, kann’s auch bei Bier. Recht hat er!

Unter facebook.com/hopfenjuenger findet ihr Uli Sander und Wendelin Quadt (Kuehn Kunz Rosen) im Interview:

Uli Sander und Wendelin Quadt im Hopfenjünger-Interview
Uli Sander im Hopfenjünger-Interview – Foto: AF

Wendelin Quadt von KUEHN KUNZ ROSEN präsentierte neben seinen Klassikern auch ein neues Pils, das H45. Es muss nicht immer IPA oder Porter sein: Ein gutes Pils ist auch etwas Schönes. Quadts Pils ist schön! Und wenn man schon Quadt heißt, vielleicht gibt’s ja bald mal ein Kuehn Kunz Rosen Quad(t)?

Trierer Petrusbräu hatte neben seinen drei Klassikern auch mindestens zwei Sonderbiere am Start. Neben einem Pale Ale namens TriPA noch den Olfrygd. Letzteres benannt nach dem skandinavischen Ausdruck für die Angst vor Bierknappheit. Toller Name für ein tolles Bier.

Henne Stöpler vom Brauhaus Zils aus Naurath, Eifel hatte sich auch wieder Mühe gegeben, mehr als nur seine „normalen“ Biere zu präsentieren. Erwähnenswert: das Zils Farmhouse Ale, gebraut mit 5 Getreidesorten und ein fassgelagertes Scotch Ale namens Basca. Schon beeindruckend, was die kleine Hausbrauerei in der Eifel an Kreativität produziert.

Braukompetenz en masse besitzt natürlich eine Großbrauerei wie Bitburger. Dass man sich als Großer so überzeugend auch dem Thema Craftbier widmet, ist nicht selbstverständlich. Bitburger beweist dies mit Craftwerk. Geschäftsführer Jan Niewodniczanski ließ es sich nicht nehmen, persönlich die Craftwerkbiere zu präsentieren. Exklusiv gab es das sehr gut gelungene Tawhitti Zwickl. Das mit neuseeländischem Hopfen hergestellte Lagerbier ist bei hoher Süffigkeit sehr hopfenfrisch und damit sowohl für Craft-Neulinge als auch Hopfenprofis interessant. Leider wird es das nicht in der Flasche geben.

Stände beim Bierfestival
Stände beim Bierfestival – Foto: AF

Sebastian Symolka von Humulus & Fermentum braut keine Biere, bringt aber europäische Spitzenklasse zum Bierfestival. Besonders gefreut haben wir uns über die Imperial Stouts To Øl – Goilat und de Molen – Hel & Verdoemenis und eine Gueuze von Tilquin. Damit Sebastian am Ende noch einen Pale-Bomber von Brewski anklemmen konnte, haben wir eigenkehlig beim Leertrinken der anderen Fässer nach Kräften geholfen: Zur Belohnung gab’s: Brewski – Nightmare On 18th Street. Ein wahrlicher Hopfenbomber. An Krafts Beer Corner gab’s spannende Flaschenbiere aus Deutschland und der Welt zu entdecken. Zum Beispiel aus Kalifornien: Sierra Nevada – Otra Vez:  erfrischend wie ein Fruchtbonbon – mal was anderes, selbst für uns Hopfenjünger. Oder aus Hannover: Mashsee – Captain Blaubeer. Bei diesem Porter sind zwar keine Blaubeeren drin, es schmeckt aber so.

Mashsee - Beverly Pils
Mashsee – Beverly Pils – Foto: AF

Man könnte ewig so weiter machen. Bei Von Freudes Café Dinho wurde tatsächlich Kaffee mit eingebraut, im Lahnsteiner Grutbier wurde trotzdem Hopfen verwendet und natürlich hatte Kraft Bräu auch wieder ein paar Liter Eisbock am Hahn.

Man sieht, dass das Interesse und die Nachfrage für besondere Biere und solche Festivals steigt. Wir Hopfenjünger spenden da Applaus. Deutschland hinkt womöglich bei Craft Beer hinterher – holt aber auf! Auch und vor allem dank solcher Veranstaltungen wie dem 3. Trierer Bierfestival.

 

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