Hans van Hop – Porter Nigra Das erste selbstgebraute Schwarze

Sechs Wochen ist es nun her, da haben Figo, Ramona und ich das Porter Nigra gebraut. Während andere ihre Maibockbiere brauen, dürstete es Ramona nach schwarzem Bier. Ich hatte derweil eine geniale Idee für einen Namen. Wenn wir nun ein Porter brauen, das ja immer schwarz ist, können wir doch ein schönes Wortspiel mit dem berühmtesten Wahrzeichen Triers kreieren. Wir brauten also ein Porter Nigra. Gerade erst hatten BrewDog sämtliche Rezepte veröffentlicht, was ich nutzte, um mal einen Eindruck zu gewinnen, wie Porterrezepte so aufgebaut sind.

IMAG3390_1
Ramona wiegt den Hopfen ab – Foto: JM

Mit dem kleinen Brauhelfer visierte ich einen Farbton von 100 EBC an und raus kam eine Malzschüttung um kräftige 300 Gramm Carafa III. Um den daraus resultierenden brenzligen Charakter ein wenig abzumildern, verwendete ich außerdem noch 400 Gramm Haferflocken. Davon versprach ich mir eine weichere Vollmundigkeit. Dazu noch etwas Schokoladenmalz …VORFREUDE!!! Als Hopfen wählte ich very british Nothern Brewer und Guinnesstrinker kennen es: East Kent Golding.

IMAG3392
Figo: Qualitätskontrolle Hopfen 😉 – Foto: JM

Was ist besser als ein Rührwerk? Richtig: Freunde, mit denen man zusammen braut. Vielen Dank an dieser Stelle, liebe Ramona und lieber Figo für eure Hilfe – ich freue mich schon aufs nächste mal.

12803019_1737450213135926_7305500523876968508_n
Johannes testet das junge schwarze Gold – Foto:AF

Wie immer zwackte ich mir auch nach Kochende ein wenig Speise ab, um in der Flaschenreifung eine kleine Nachvergärung zu erreichen – für den Plopp! Wenige Tage später konnte ich abfüllen und auch wenn Jungbier nicht schmeckt: Eines war jetzt schon klar: Das Porter Nigra wird brutal werden.

525521460804250145
Hans van Hop – Porter Nigra – Foto: AF

Nun ist es soweit. Passend zum Tag des Bieres ist das Porter Nigra fertig. Es ist brutal. Kakaonoten ohne Ende, perfekt verperlt, ein von Tag zu Tag spannender werdender Körper, trotzdem aber insgesamt eher trocken und hintenraus eine Bittere, ohne die ich als geprüfter Craftbiertrinker gar nicht mehr leben möchte. Liebe Freunde, das ist nun nach dem Citra Pale Ale (Heißer Hase), dem Weizen ILVI mein drittes Gebräu und ich hätte nicht gedacht, dass ich es so schnell schaffe, etwas zusammen zu brauen, was mir selbst so viel Freude beim trinken beschert.

Prost

 

Wasser, Gerstenmalz, Haferflocken, Weizenmalz, Hopfen (Northern Brewer, East Kent Holding), Hefe

Stammwürze 17°Plato

6,5 Vol-% Alkohol (eher mehr)

Johannes alias Hans van Hop

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.