Kraft Bräu Caspar’s Pils Weltklasse aus Olewig

Nun bin ich wie so viele Deutsche – aber insbesondere als Eifler Ureinwohner – biermäßig vom Pils sozialisiert. Mittlerweile aber weiß ich, dass die Welt der Biere so viele tolle Stile bietet, nicht nur Pils. Trotzdem trinke ich es gerne und kann mich immer über einen guten Vertreter dieses Stils freuen.

Unsere verehrte Hausbrauerei Kraft Bräu zu Trier-Olewig hat jüngst mal wieder ein Pils gebraut. Neben ihrem Hellem, dem Dunklen und Weizen haben sie wechselnde, tolle Biere im Angebot, und nun auch wieder eines nach Pilsener Brauart – das Caspar’s Pils. Namenspatron ist der in Trier geborene, reformierte Theologe Caspar Olevian (Caspar aus Olewig), nach dem auch eine Straße in Olewig benannt ist. Ulkigerweise wohnen in dieser Caspar-Olevian-Straße Freunde von mir, wo wir nach den Bier-Tastings bei Kraft-Bräu immer Unterkunft finden (danke Antje und Ralf!). Neben dem perfekten Namen hat Kraft auch in ein neues Etikett investiert. Der altdeutsche Schriftzug und das Hauswappen wurden beibehalten, aber der biedere grüne Hintergrund wurde ausgetauscht. Insgesamt wirkt das Etikett ordentlich aufgepeppt und sehr edel. Vor dem ersten Schluck: perfekter Name, perfektes Design. Na dann prost!

Oh ja, es lässt sich pilsig an. Neben den pilstypischen frischen Heu- und Grastönen kommt auch schon eine frische Aromahopfennote herein. Caspar wurde nämlich noch mit Saphir und Rubin kaltgehopft. Es ist sehr schlank, also nichts mit feiner Malzsüße, trotzdem aber auch geschmeidig im Mundgefühl. Aromen von Zitronengras geben den letzten Frischekick und vor allem hat es auch noch eine männliche Bittere: 46 IBUs wurden eingebraut – geläufige Pilsener erreichen meist nur Werte von wenig über 30. Trotzdem ist es nicht überbitter. Nein, ich freue mich wahnsinnig über dieses Pils. Einerseits findet man etwas vom typischen Pilsaroma, andererseits ist es aufgrund des sehr schlanken Körpers und der hopfigen Tiefe erfrischend anders – der Saphir lässt grüßen.

Auf nach Trier-Olewig! Ich empfehle es frisch vom Fass, serviert im Teku – aber auch im Humpen trinkbar, denn auch als süffiger Durstlöcher trotz oder wegen der vielen Bittereinheiten sehr erfischend – bei heißen Temperaturen ist der Caspar aus Olewig bestens geeignet.

Our Score

 

PS: Aktuell gibts Caspar nur aus der Flasche. Die Fassreserven sind bereits ausgetrunken, aber eine neue Charge reift schon heran. In wenigen Wochen gibts also auch wieder frisches Caspar bei Kraft Bräu.

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