Biergarteneröffnung in Trier – Petrusbräu

Ein Tag im April – Wetter wie gemalt. Die Brauerei, die den Patron des Wetters als Namensgeber trägt, lädt am Tag des Bieres ein zur feierlichen Eröffnung ihres Biergartens bei – wie sollte es anders sein – bestem Wetter! Die Hopfenjünger erkennen ihre Bürgerpflicht – Tag des Bieres. 12 Uhr – wir sind dabei!

Man kennt das Lokal in Trier. Früher Mephisto, danach mal Delicia. Einige Steaks und Standardbiere sind hier schon vernichtet worden. Nun wartet der Laden als Brauereiausschank der nahgelegenen neuen, kleinen Trierer Brauerei Petrusbräu auf. Gutes Essen und dazu mal handwerklich hergestelltes Bier – schön, dass es so etwas gibt.

Also sitzen wir da in der Sonne und testen zu Beginn gleich mal das Pils des Hauses. Petrusbräu möchte „den Geschmack wieder nach Trier bringen“, verrät ihre Homepage, „Bier wie vor 30 Jahren“ mit „starkem Hopfenaroma“ brauen. Das Pils trinkt sich ganz gut an. Der Körper des Bieres präsentiert sich mit feiner Malzsüße. „Schön, dass das jemandem auffällt!“ wird uns dazu später Brauerei-Mitbegründer Christian Klahm sagen. Der Abgang ist schön pilsig-herb – so wie man sich ein Pils vorstellt. „Herbe gibt es nicht, es gibt Bittere!“ verbessert der Meister – um es ganz genau zu sagen: Diplom-Braumeister. Klahm arbeitet im Forschungsinstitut für Brauwesen in Berlin und braut seit 2014 mit seinen Mitstreitern das Petrusbier. Nun gut, das Pils ist pilsig bitter im Abgang. Ein schönes Bier.

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Grevensteiner Landbier Biervielfalt?!

Nun, es gibt sie, die Menschen, die ihr Bier haben! Ich komme aus dem Landkreis Bitburg und mich umgeben sehr viele Menschen dieser Kategorie. All diese Menschen haben IHR Bier. Bei uns ist es ganz klar, was erwartet wird, wenn man ein Bier bestellt. Mir ging das auch so.

Als ich vor vielen Jahren das erste Mal in Bayern war, war ich ganz überrascht, als man auf meine Bestellung „Ein Bier bitte!“ verdutzt antwortete: „Jo, Mai – welches denn?“ Bier halt. Okay, in Bayern bedeutete das: Helles, Dunkles, Weizen. Wenigstens ein wenig Auswahl – in der Eifel gibt’s neben dem Bit vom Fass in einer Kneipe noch Weizen aus der Flasche. Wenn der Wirt ein Rebell ist, gibt’s noch ein Kölsch.

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Mort Subite Gueuze Netter Versuch

Sauerbiere sind ja schon etwas faszinierendes. Gerade momentan haben die überwiegend aus Belgien bekannten Klassiker Geuze, Lambic und Co. Hochkonjunktur in der Craftbierszene und stoßen auf reges Interesse von allen Seiten. Dass dabei nicht jede Brauerei im Stande ist, ein anständiges saures Bier herzustellen, zeigt die Mort Subite Gueuze auf eindrucksvolle Weise.

Mort Subite GeuzeIm Glas sieht das Bier recht hübsch aus. Etwas nach Apfelsaft, angenehme Schaumkrone, perlig. Gut. Als die Nase ins Spiel kommt, machen sich erste Zweifel breit: Riecht irgendwie nach Cider, die häufig genutzten Umschreibungen bei Geuzen wie “muffig”/”Pferdestall” oder “Heu” treffen hier nur in marginalen Dosen zu. Aber was soll’s, solang es schmeckt, sollte es sekundär sein, ob der Bierstil gut getroffen ist. Außerdem duftet es angenehm erfrischend und nach Sommer, immerhin.

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